Flüchtlinge im Hungerstreik in Berlin Tag 6

Zur Situation am Brandenburger Tor

Am 24.10. haben sich am Brandenburger Tor einige Flüchtlinge in den Hungerstreik begeben. Das zu Beginn aufgestellte Zelt wurde durch die Polizei abgebaut und auch Zelte, Schlafsäcke, Decken, Isomatten und alles, was mensch zur Unterlage auf dem kalten Boden verwenden könnte, ist verboten. Selbst nachts ( bei um die 0° Grad) werden diese Auflagen durchgesetzt:

(Schlechtes) Twitpic der Auflagen hier. Auszug: „Insbesondere wird die Nutzung von Zelten, Schlafsäcken, Isomatten sowie Pavillons, Planen und Pappen untersagt, sofern diese dem Witterungsschutz, dem Sitzen, dem Liegen oder in sonstiger Weise der Bequemlichkeit von Versammlungsteilnehmern dienen.“

Taschen und Rucksäcke dürfen nicht dauerhaft abgestellt werden, sodass (vor allem heute Morgen) Leute benötigt wurden, um den geschwächten Flüchtlingen die Taschen zu halten und Rucksäcke abzunehmen.
Im Lauf der letzten Tage gab es mehrere Festnahmen (alle wieder „frei“) und Polizeigewalt.
Vor einigen Minuten ist eine der sich im Hungerstreik befindenden Personen zusammengebrochen und ins Krankenhaus gebracht worden.

Hier gibt es einen Live-Stream: Stream
(Zumindest im Moment, bei Akkuwechsel der Kamera kann sich der Link ändern. Der aktuelle Link kann über twitter leicht gefunden werden: twitter #refugeecamp (einfach bei twitter nach #refugeecamp suchen)

Dem Stream ist momentan zu entnehmen, dass die Zahl der Unterstützenden wieder wächst. Die Polizei hält sich etwas zurück, es wurden allerdings Hamburger Gitter angekarrt (offiziell: wegen eines späteren offiziellen politischen Besuchs). Um 13.00 gab es allerdings auch eine angekündigte Medienaktion, zu der auch etwas Presse kam, mal sehen, wie es sich entwickelt.

Hier die „offizielle“ Seite: Refugee Tent Action
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Einer der wenigen Berichte der „Großen Medien“ : Süddeutsche
Ein Bericht über die letzte Nacht des Piraten Enno Lenze