Archiv für September 2012

19.9.12 Solidaritätskundgebung für den Flüchtlingsprotestmarsch und alle anderen streikenden Flüchtlingen

Am 29. Januar 2012 erhängte sich Mohammad Rahsepar aus Angst vor der
Abschiebung im Flüchtlingslager in Würzburg. Daraufhin traten am 19.
März acht Flüchtlinge aus dem selben Lager für ihr Recht auf Asyl und
für bessere Lebensbedingungen für Flüchtlinge in Deutschland in den
Hungerstreik. Die Stadt Würzburg versuchte immer wieder durch
verschiedenste Auflagen, den Protest der Flüchtlinge zu erschweren und
mit erhöhtem Druck die Residenzpflicht (zwingt Asylsuchende, einen bestimmten Bereich/Landkreis nicht zu verlassen) bei mehreren Protestierenden durch zu setzen.

In der Zwischenzeit haben Flüchtlinge in weiteren neun Städten
Protestcamps errichtet und sich untereinander vernetzt. Mit dem
Protestmarsch der Flüchtlinge, der am 8.9. in Würzburg startete, tragen
die Streikenden ihre Forderungen gemeinsam nach Berlin. Sie laufen dabei
verschiedene Lager und Orte von migrationspolitischer Bedeutung ab.
Vor einigen Tagen wurde Arash Dust Hossein, einer der streikenden
Flüchtlinge, von der Polizei in Würzburg verhaftet. Arash war von Anfang
an bei den Protesten beteiligt und wurde mit der Begründung verhaftet,
er habe gegen die Residenzpflicht verstoßen. Dabei kann es sich nur um
einen vorgeschobenen Grund handeln, während in Wirklichkeit jene
Proteste geschwächt werden sollen, die auf die rassistischen Asylgesetze
und menschenunwürdigen Bedingungen für Flüchtlinge in Deutschland
aufmerksam machen und sie verändern wollen.

Wir schließen uns den Forderungen der streikenden Flüchtlinge an:

Residenzpflicht abschaffen!
Alle Abschiebungen stoppen!
Bleiberecht für alle!
Alle Flüchtlingslager schließen!
Gemeinsam für bessere Lebensbedingungen von Flüchtlingen in Deutschland
in Würde und Menschlichkeit kämpfen!

Kommt vorbei und unterstützt mit uns gemeinsam die streikenden Flüchtlinge!

GLEICHE RECHTE FÜR ALLE!!!

Die Kundgebung wird durch die Kampagne „Stop It! Rassismus bekämpfen – alle Lager abschaffen!“ , durch die Rostocker Ortsgruppe der Gewerkschaft
„Industrial Workers of the World“ (IWW) und durch die Kampagne
„Rassismus tötet“ vorbereitet und unterstützt.

Solikundgebung: 19.09. / 17 Uhr / Doberaner Platz

Infos gibts hier:
-http://refugeetentaction.net/index.php?lang=de
-Die Erklärung der marschierenden Protestierenden
-Artikel von Stop it! zum Protestmarsch

9.9.: Repression in Nordirland

in Nordirland bestimmt seit über 30 Jahren ein Krieg niederer Intensität
den Lebensalltag der Menschen. In dem Vortrag mit vielen bunten
Bildern wird auf die Hintergründe des Konflkiktes eingegangen und der
Versuch gewagt, das dortige Gemengengelage aus einer emanzipatorischen
Perspektive zu bewerten. Dabei wird besonders auf die Rolle Nordirlands
als Testfeld für Repressionsstrategien in Europa eingegangen.
Anschließend läuft ein thematisch passender Film.
Der Vortrag geht um 8 etwa los.

Hoyerswerda – Demo & Kundgebungen

für mehr Infos: Webseite von Rassismus tötet!